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Sowjetisches Kriegerdenkmal

Am 8. Mai 1945 fand der Zweite Weltkrieg sein Ende. Am nächsten Tag erfolgte die vollständige Besetzung des Bezirkes Radkersburg durch Truppen der sowjetischen 57. Armee. Sechs Tage später zogen außerdem jugoslawische Partisanen in die Stadt ein und verbündeten sich mit bulgarischen Truppen, die das Gebiet von Radkersburg über Wildon bis zur Koralpe besetzt hatten. Die Bulgaren blieben aber nur wenige Tage in der Stadt. Durch das Abkommen über die Besatzungszonen zwischen den alliierten Siegermächten vom 9. Juli 1945 fiel die Steiermark in die britische Besatzungszone. Die Partisanen hatten sich bereits am 5. Juli 1945 aus der Stadt zurückgezogen. Am Vormittag des 24. Juli 1945 trafen die ersten britischen Soldaten in Radkersburg ein. 

Das Sowjetische Kriegerdenkmal am Grazertorplatz, welches im Volksmund auch als „Russendenkmal“ bezeichnet wird, erinnert uns an diese schwierige, chaotische Zeit. Radkersburg war nach dem 2. Weltkrieg eine zerstörte, ausgeplünderte Stadt. Nur vier der insgesamt 321 Häuser blieben unbeschädigt. Der Bau des Denkmals erfolgte in kürzester Zeit: Am 22 Mai erschien ein sowjetisches Baukommando und quartierte sich am Hauptplatz ein. Dieses forderte 100 Arbeiter, Baumaterial sowie entsprechende Fuhrwerke. All dies in dieser Zeit bereitzustellen war eine enorm schwierige Aufgabe. Gefangene aus dem Bezirksgericht, aber auch zahlreiche Radkersburger Frauen und Jugendliche wurden zu den Arbeiten verpflichtet. Nach sechs Wochen schwerster Betonierarbeit war das Denkmal am 1. Juli 1945 fertiggestellt. Die Figuren der drei Sowjetsoldaten wurden vom Grazer Künstler Wilhelm Gösser modelliert.

Im Zuge der Altstadtsanierung kam es 1958 unter dem damaligen Bürgermeister Alfred Merlini zur Verlegung des Denkmals vom Hauptplatz auf den Grazertorplatz. Dort steht es noch heute in verkleinerter Form. Dieser Verlegung gingen zähe Verhandlungen mit der sowjetischen Botschaft voraus. Das Denkmal steht – wie auch das „Befreiungsdenkmal“ am Wiener Schwarzenbergplatz – unter dem Schutz des Staatsvertrages. 

Die Übersetzung der Inschrift lautet sinngemäß: Ewiger Ruhm den Russen, die ihr Leben für die Rettung des sowjetischen Vaterlandes und dem Volke Europas aus dem faschistischen Joche gegeben haben. Ihre Unsterblichkeit singt für den Völkerruhm. Verband der sowjetischen sozialistischen Republiken. In den Schlachten haben wir das Schicksal der Generationen gelöst.

Abbau des Kriegerdenkmals am Radkersburger Hauptplatz, 1958. Sammlung Ferdinand Filipic
Abbau des Kriegerdenkmals am Radkersburger Hauptplatz, 1958. Sammlung Ferdinand Filipic
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